Ernährung und Klimaschutz

Anhand eines Gedankenspiels sollen die SchülerInnen globale Zusammenhänge zwischen Ernährung, Klimaschutz und Bodenverbrauch erkennen. Neben systemischem Denken soll auch ein Bewusstsein für gesellschaftliche und ökologische Probleme geschaffen werden und dafür, welche positiven oder negativen Auswirkungen ihr eigenes Handeln und ihr Lebensstil auf diese Probleme haben.

INFORMATIONEN
Unterrichtsfächer
Geografie und Wirtschaftskunde, Biologie und Umweltkunde, Geschichte und Sozialkunde, Politische Bildung, Chemie, Soziales Lernen, Ethik

Benötigte Materialien

Kreide


Erforderliche Räumlichkeiten / Ausstattung
Tafel

Ideal für
ganze Klasse

Zeitbedarf
ca. eine Unterrichtseinheit
Ziele
  • Herleitung von Lösungsansätzen
  • Erkennen von Auswirkungen des eigenen Handelns (Ursache-Wirkung-Zusammenhänge)
  • Erkennen globaler Zusammenhänge
  • Vernetztes, systemisches Denken

Vorbereitung

Spielen Sie zur Vorbereitung die inhaltliche Einführung für die SchülerInnen und das Gedankenspiel selbst für sich durch und notieren Sie ihr Ergebnis.

Arbeitsschritte

Geben Sie den Schülerinnen und Schülern folgendes Gedankenspiel: Wisst ihr eigentlich, wie viel CO2 und weitere klimaschädliche Treibhausgase für die Produktion eines Stücks Rindfleisch emittiert werden? Und wie viel Fläche dafür verbraucht wird? Für die Fleischproduktion wird Weideland benötigt, das oftmals durch die Rodung von Wäldern gewonnen wird. Ohne Bewuchs verringert sich die Kohlenstoff-Aufnahmefähigkeit dieser Flächen. Denken wir das Beispiel noch weiter – wie bzw. wo werden noch klimaschädliche Treibhausgase emittiert, bevor das Fleisch auf einem Teller landet? Wird zusätzlich zum Weideland noch mehr Boden verbraucht? Wisst ihr, wie viel Wasser für die Fleischproduktion aufgewendet werden muss und wie viel Getreide oder Soja für die Fleischproduktion notwendig ist?

Schreiben Sie die Antworten der SchülerInnen auf die Tafel. Visualisieren Sie die Zusammenhänge durch Linien und erstellen Sie so ein Netzwerk.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass keine weiteren Begriffe (für den Moment) dazukommen, beschreiben Sie das Bild an der Tafel in Worten.

Diskutieren Sie mit den Schülerinnen und Schülern das Bild an der Tafel entlang folgender Fragen:
• Hat meine Ernährung Auswirkungen auf den Flächenverbrauch? Wie viel Fleisch esse ich eigentlich pro Woche?
• Welche Tierarten haben einen sehr hohen, welchen Tierarten haben einen geringeren Bodenverbrauch im Rahmen der Fleischproduktion?
• Was kann ich tun, um den Flächenverbrauch zu verringern?
• Welche Bereiche der Natur, außer dem Boden, werden von der Fleischproduktion noch beeinträchtigt?
• Und wie hängen diese Bereiche im Kreislauf mit dem Boden zusammen?

Tipp

Geben Sie den Schülerinnen und Schülern die Hausaufgabe, das Gedankenspiel für ein anderes landwirtschaftliches Produkt zu wiederholen. Die Ergebnisse werden in der nächsten Unterrichtseinheit verglichen. Wenn ein landwirtschaftliches Produkt von mehreren Schülerinnen und Schülern bearbeitet wird, können die Ergebnisse zusammengeführt werden.

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